BROKEN LINES

 

Animationsfilmprogramm (Gesamtdauer Kurzfilme ca. 57min + Gespräch)

Die Kinoleinwand ist eine helle, leere Fläche, ähnlich einem riesigen, weißen Blatt Papier. Auf dieser Fläche bewegen sich gezeichnete Linien, die das Auge abtastet und deutet: Was war die Verfassung des Zeichnenden? Sind die Linien mit Druck gesetzt? Brechen sie ab? Sind sie klar und geschickt geführt oder sind es zittrige und unstete Versuche, sich an ein Motiv heranzutasten? Ergeben sie eine Form oder in der Vervielfachung eine Fläche oder sogar ein Muster? Gibt es ein Gesicht, zumindest in der minimalsten Form - Punkt, Punkt, Strich? Im Film kann eine Linie zu vielerlei werden - wie zum Beispiel zum Horizont, zum Umriss eines Objekts oder zur Körperform und obwohl sie nur schwarz auf weiß gesetzt ist, kann sie als Material wahrgenommen werden: als Faden, als Nerv, als Kabel, als Haar, als Stock, als Schlange ... die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Das Gehirn erkennt sie im Kontext. Die Linie kann verbinden und trennen, sich verdichten, aber auch abreißen.

Termin: 25.5. um 20:00 Uhr

In Kooperation mit LÆNIMATION und Kunstraum D21